Ich bin ganz ehrlich: meine Meinung zu Hundeschulen ist eher geteilt. Bei Gesprächen mit Hundebesitzern, die eine Hundeschule besucht haben, wurde mir oft der Eindruck eines Stuhlkreises mit Tierbeteiligung vermittelt. Das ist nicht die Art der Hundeerziehung, die ich anstrebe. Unser Hund Kalle soll kein Zirkushund werden, sondern einfachen Grundbefehlen – ohne wenn und aber – gehorchen. Richtig gehört: gehorchen und nicht eine Diskussionsrunde auslösen.

Auf Wunsch meiner Frau Melanie besuchen wir eine Hundeschule. Eigentlich mehr für meine Frau und meine Tochter, damit sie sich im Umgang sicherer fühlen und das Gefühl etwas falsch zu machen verloren geht. Mehrere Freunde haben uns Time-4-dogs empfohlen. Auf unsere E-Mail zur Anmeldung gab es schnell eine Antwort mit den ersten Infos. In meinen Augen ist das schon mal ein gutes Zeichen. Die Kosten sind überschaubar und die Teilnehmerzahl optimal. Mit dem festen Vorsatz nicht der Kritiker der Gruppe zu werden und mich wirklich auf die Kurse einzulassen, geht es zu den ersten Stunden.

Die ersten Termine zeigen, dass innerhalb des Kurses alles angesprochen werden kann und andere Meinungen nicht gleich eine Hexenjagd auslösen. Die anfänglichen Lektionen scheinen in meinen Augen logisch und sind tatsächlich hilfreich. Unser Kalle genießt den Umgang mit den anderen Hunden und ist dabei nicht gerade schüchtern. In Punkto Sozialisierung ist der Besuch einer guten Hundeschule sicher eine tolle Sache. Damit die Hunde Erfahrungen sammeln können, werden vorher ein paar Grundregeln festgelegt. So kann jeder Hund sicher mit herumtollen und der eigene Hund hat immer einen sicheren Anlaufpunkt.

Kalle scheint es gefallen zu haben – beim Mittagsschlaf hat er offensichtlich alles im Traum verarbeitet.

 

Leave a comment