Zu einem Urlaub in Afrika gehört eine Safari wie 4 Räder an ein Auto. Neben der Entspannung in den Hotelanlagen an den wunderschönen Küsten Kenias, ist eine Safari ein echtes Abenteuer. Auf unseren Reisen durften mein Frau und ich schon einige Safaris machen. Vielleicht habe ich mich deshalb wie ein kleiner Junge darauf gefreut. Diese Safari war für uns ganz besonders: unsere Tochter durfte zum ersten Mal dabei sein.

Es war nicht unsere erste Reise nach Kenia und damit auch nicht unsere erste Safari in diesem wunderschönen Land. Auch die letzte Safari war unvergesslich. Trotzdem haben wir Erfahrungen gemacht, die wir bei dieser Safari verbessern wollten.

 

Der Schlüssel jeder Safari ist der Guide.

Uns war es wichtig, die Safari in einem Jeep mit maximal 5 Personen zu machen. In der Vergangenheit waren wir in einem Minibus mit aufklappbaren Dach unterwegs. Auch diese Safarilösung ist üblich, aber  nicht optimal. Ein Punkt, den es bei Buchung meiner Meinung nach wegen folgender Punkte nach dringend zu beachten gilt in Hinblick auf:

  • Komfort
  • Mitreisende
  • Flexibilität im Park

Unser Guide hieß Tito. Erfolgt die Buchung über  African Bush and Beach Adventures, ist es möglich, nach Tito zu fragen. Ein ruhiger und freundlicher Geselle, den so gut wie nichts aus der Ruhe bringt und der alles tut, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Guides haben Erfahrungen mit fast allen Begebenheiten einer Safari. Unsere Tochter hatte beispielsweise Magenprobleme und wir waren froh über jede Toilette in der Nähe. Mit einem einfachen Geheimrezept von Tito (Sprite mit etwas Salz – kein Witz) war das Problem innerhalb weniger Stunden gelöst. Tito ist extra mit uns zu einer Tankstelle gefahren, hat alles besorgt, unsere Kleine ermutigt und das alles mit einer Entspanntheit, die man in Deutschland lange suchen kann.

Auch Kerstin Geyer, die österreichische und deutsch-sprechende Ansprechpartnerin von African Bush ans Beachadventures ist sehr erfahren und kümmert sich im Hintergrund um alle Belange. Unsere vergessenen Reisepässe z.B. hat Frau Geyer während der Fahrt in Kopie vom Hotel angefordert und damit eine entspannte Safari gesichert. Perfekt.

Wie läuft so eine Safari ab?

Trotz Urlaub klingelt während der gesamten Safari früh der Wecker. In den Reservaten, weil man morgens und abends die meisten Tiere sehen kann und bei der Abholung, weil die Anreise je nach Buchung über einige Stunden dauert. Bei der Anfahrt bekommt man einen Eindruck von dem Alltag in Kenia abseits von den Hotels und man lernt die sogenannten „Straßen“ Kenias kennen. Schlaglöcher, in denen Familien ein Zeltlager machen könnten, und eine Strassenverkehrsordnung, für die es einen Pokal geben sollte, wenn man das Ziel erreicht. Auch wenn es für uns ungewohnt ist, kann man sehen, dass diese Verhältnisse für Afrikaner normal sind und alle auf einander Rücksicht nehmen. Unterwegs gibt es die obligatorischen Stops an Souvenirshops. Als Tipp: Dort gibt es annehmbare Toiletten.

 

Die eigentliche Safari

Nach einer Fahrt mit vielen Eindrücken erreicht man irgendwann das jeweilige Reservat. Und dann wird es richtig spannend. Nach kurzem Einchecken geht es auf Pirschfahrt. Die Fahrer kennen sich oft schon über Jahre und sind über Funk in ständigem Kontakt bei der Suche nach Tieren. Kurz vor unserem Hotel wurden wir von einer Herde Elefanten begrüßt, die auch am Wasserloch unserer gebuchten Lodge einen unvergesslichen Empfang vorbereitet haben.

Jetzt sind wir erst richtig in Stimmung und freuen uns auf die nächste Pirschfahrt. Bei einer Safari geht es nicht um Erholung sondern um Erlebnis. Einige Gäste hätten sich etwas mehr Entspannung gewünscht. Aber ganz ehrlich: Dann sollte man nicht auf Safari gehen. Ich könnte stundenlang durch das Reservat fahren und freue mich auf jede Ausfahrt. Vielleicht ist es ein Tipp, dass mehr Tage Safari nicht unbedingt mehr Erlebnis bedeuten. Ich habe mit vielen Gästen gesprochen, die alle Eindrücke nicht mehr verarbeiten konnten und dadurch letztendlich das Besondere bei der Sichtung von einem Tier verloren gegangen ist.

Oft besteht übrigens auch die Möglichkeit, zusätzlich eine Nachtsafari zu unternehmen. Ein Erlebnis, das wir bei unserem letzten Afrikabesuch schon gemacht und diesmal ausgelassen haben.  Um einen Eindruck zu bekommen, lasse ich am besten Bilder sprechen. Anmerkung: Alle Bilder wurden auf dieser Safari von uns gemacht.

 

Was sollte man zu einer Safari mitnehmen?

Jede Safari hat andere Möglichkeiten und jeder Teilnehmer andere Ansprüche. Einige Safaris bieten zum Beispiel auch die Möglichkeit, sich im Pool abzukühlen. Bei einer 8-Tages-Safari macht das absolut Sinn, bei einer 2-4 Tages Safari eher nicht. Ich habe versucht, die wichtigsten Dinge in einer Liste zusammen zu fassen. Bitte bedenken, dass man auf einer Safari mit leichtem Gepäck (möglichst keine Koffer und nur bis 15 kg) reist.

 

Auf jeden Fall

  • dünne Jacke z.B. Fleecejacke (die Pirschfahrten am Morgen und am Abend können frisch sein)
  • lange Hose (Cargohose ist empfehlenswert)
  • Halstuch
  • bequeme, feste Schuhe
  • Bargeld
  • Rucksack oder kleine Tasche
  • Sonnenbrille
  • Kamera mit ausreichend Speicherkarten
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz (Autan hilft unserer Erfahrung nach tatsächlich am Besten)
  • Reisepässe ggf. Flugtickets (im Normalfall reichen Kopien; vorher erkundigen und vorbereiten)
  • Sonnenhut
  • Getränke
  • Snacks
  • Medikamente, die benötigt werden
  • Persönliche Hygieneartikel
  • Unterwäsche

 

Empfehlenswert

  • Fernglas (zum Spähen)
  • kleine Taschenlampe
  • Reisewecker
  • Stromadapter
  • Lippenbalsam
  • Pflaster für kleine Kratzer

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